Biskuitroulade – gelingsicheres Grundrezept für eine fluffige Roulade

Biskuitroulade – fluffig & luftig

Sie ist einer DER Kuchenklassiker schlechthin: Biskuitroulade gehört bei uns vor allem in den Sommermonaten zu unseren Lieblingsrezepten. Mit diesem Grundrezept gelingt sie dir garantiert – fluffig und ohne Risse. Außerdem geben wir dir das Rezept für unsere cremige Lieblingsfüllung ohne Gelatine mit an die Hand.

 
 
 

Biskuitroulade klingt nach Backen auf Fortgeschrittenen-Niveau. Dabei ist sie eines der zugänglichsten Gebäcke überhaupt – vorausgesetzt, man kennt ein paar Kniffe. Mit dem richtigen Grundrezept und den passenden Tipps gelingt die Biskuitrolle beim ersten Versuch: ohne Risse, dafür mit einem wunderbar luftigen Teig, der sich um eine cremige Füllung schmiegt.

Eine gute Biskuitroulade besticht vor allem durch einen luftigen und fluffigen Biskuit, der sich ohne Risse aufrollen lässt. Wer bei Biskuit gleich an einen etwas zu krümeligen und trockenen Teig denkt, der liegt falsch. In unserem Grundrezept für Biskuit zeigen wir dir, welche Tipps für das Gelingen entscheidend sind.

Die wichtigsten Tipps für eine Biskuitroulade wie vom Bäcker

  1. Ein gutes Rezept. Biskuit wird mit wenig Mehl, dafür mit vielen Eiern gebacken. Dadurch wird der Teig super luftig – Backtriebmittel sind nicht nötig.

  2. Eier lange genug aufschlagen. Einer der wichtigsten Tipps überhaupt, wenn dein Biskuit luftig und locker werden soll. Du kannst bei der Zubereitung entweder auf die sogenannte Einkessel- oder die Zweikesselmethode zurückgreifen, Eier und Zucker also entweder im Ganzen oder Eigelb und Eiweiß getrennt voneinander aufschlagen. Beide Methoden funktionieren gut – wir selbst bevorzugen meist die Einkesselmethode, weil sie etwas weniger aufwendig ist. Hier ist es besonders wichtig, dass du Eier und Zucker richtig lange aufschlägst – bis sich das Volumen stark vergrößert und die Masse hell, cremig und luftig ist. Grundsätzlich gilt: Zimmerwarme Eier lassen sich besser aufschlagen als kalte Eier. Nimm die Eier also am besten rechtzeitig aus dem Kühlschrank.

  3. Biskuit nicht zu lange backen. Ein zu trockener Biskuit reißt beim Aufrollen schneller. Lieber eine Minute früher aus dem Ofen nehmen – er zieht durch die Restwärme noch etwas nach.

  4. Biskuit gleich nach dem Backen einrollen. Gleich nach dem Backen ist der Boden elastisch und lässt sich gut aufrollen. Wickelst du ihn gut in ein Tuch oder Backpapier ein, verliert er außerdem keine Feuchtigkeit und bleibt saftiger.

  5. Nicht zu viel Füllung oder zu nasse Füllung aufstreichen. Zu viel Creme quillt beim Aufrollen heraus, zu flüssige Füllungen durchweichen den Teig. Immer einen Rand lassen und Füllungen mit stabiler Konsistenz wählen. Wichtig bei Sahnecremes: Den Boden zuvor komplett auskühlen lassen, da ansonsten die Sahne wieder flüssig wird.

 
 

 
 

Biskuitroulade

 
 
 

FÜR DEN BISKUIT:
250 g Ei (ca. 5 M-Eier)
1 Prise Salz
120 g Zucker
+ mehr zum Bestreuen
90 g Weizenmehl Type 405
30 g Maisstärke

FÜR DIE CREME:
250 g Mascarpone
200 g Sahne
40 g Zucker
½ TL Vanillepaste
1 Pck. Sahnesteif
250 g Magerquark
ca. 100 g Himbeeren
ca. 150 g Johannisbeeren

FÜR DIE DEKO
(nach Belieben):
Puderzucker
Baiser-Tupfen
Beeren nach Wahl Minzblättchen


 

ERGIBT 8-10 STÜCKE

Alle Zutaten für die Füllung am besten 1–2 Stunden vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. So lässt sich alles gut zu einer homogenen Masse verrühren, es entstehen keine Klümpchen und dein Käsekuchen backt gleichmäßiger.

  1. Den Backofen auf 180 °C Umluft oder 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und nach Belieben einen Backrahmen mit 25 x 35 cm auflegen, dann wird der Boden der Biskuitrolle etwas dicker.

  2. Für den Biskuit die Eier mit dem Salz in eine Rührschüssel geben und bei mittlerer Geschwindigkeit etwas aufschlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und bei hoher Geschwindigkeit ca. 10 Minuten weiter aufschlagen, bis eine helle, dicke und schaumige Masse entsteht, die ihr Volumen deutlich vergrößert hat. Es ist wichtig, dass du den Eischaum richtig gut aufschlägst, um ausreichend Luft einzuarbeiten.

  3. Mehl und Stärke mischen und in zwei Portionen über die Eiermasse sieben. Behutsam, aber zügig mithilfe eines Schneebesens unterheben (siehe auch: So geht melieren).

  4. Die Biskuitmasse auf das vorbereitete Backblech oder in den Backrahmen geben und glatt streichen. Auf mittlerer Schiene 8–10 Minuten (mit Backrahmen etwas länger, ca. 12-15 Minuten) backen (Stäbchenprobe).

  5. Währenddessen ein Küchentuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten und gleichmäßig mit etwas Zucker bestreuen. Biskuit aus dem Ofen nehmen, eventuell am Blech oder am Backrahmen festklebende Ränder lösen und den Teig sofort auf das Tuch stürzen. Das Backpapier mithilfe eines Backpinsels mit etwas Wasser benetzen, kurz warten, dann das Papier vorsichtig abziehen. Den Biskuit mitsamt des Tuchs von der kurzen Seite her eng aufrollen und so vollständig auskühlen lassen.

  6. Für dieCreme Mascarpone, Sahne, Zucker und Vanillepaste erst mit den Quirlen/dem Schwingbesen der Küchenmaschine auf langsamer Stufe glatt rühren, dann auf hoher Stufe steif schlagen. Dabei das Sahnesteif einrieseln lassen. Quark zugeben und unterheben. 4-5 EL Creme für die Dekoration beiseitestellen. Bis zur Verwendung abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

  7. Die Beeren verlesen (bei Bedarf waschen und trockentupfen) bzw. von den Stielen zupfen.

  8. Den Biskuit vorsichtig entrollen und die Mascarponecreme gleichmäßig darauf verstreichen, dabei an der oberen, kurzen Seite einen kleinen Rand freilassen. Die Himbeeren in einer Reihe – direkt am Anfang der Rolle – auflegen. Die Johannisbeeren anschließend auf der Creme verteilen.

  9. Den Biskuit von der kurzen Seite her eng aufrollen, in Frischhaltefolie oder Backpapier wickeln und ggf. behutsam etwas „straffen“. Mindestens 1 Stunde oder über Nacht kaltstellen.

  10. Vor dem Servieren die restliche Creme in einen Spritzbeutel mit Blütenblatt-Tülle* füllen und in Wellen auf die Rolle aufspritzen. Nach Belieben mit Puderzucker, Beeren, Minzblättchen und (etwas zerbröselten) Baiser-Tupfen garnieren.

 

Unser Rezept als Video

 
 
 

Abwechslung gefällig? TIPPS ZUM ABWANDELN UNSERER BISKUITROULADE

Sowohl Teig als auch Füllung kannst du ganz einfach und passend zur Jahreszeit abwandeln.

  • Tipp 1: Mohn, Nüsse oder Kakao in den Teig geben. Für einen Nuss- oder Mohn-Biskuit: bis zu 50 g Nüsse oder gemahlenen Mohn am Ende der Zubereitung behutsam unter die Masse ziehen. Für einen Schoko-Biskuit: 20–30 % der Mehl-/Stärkemenge durch Kakaopulver ersetzen. Den Kakao siebst du zusammen mit Mehl und Stärke über die Eiermasse.

  • Tipp 2: Gewürze und Aromen zugeben. Vanille, Tonkabohne, Zimt oder bspw. Zitronenabrieb kannst du gleich beim Aufschlagen mit zum Ei(gelb) geben.

  • Tipp 3: Die Füllung variieren. Die simpelste Biskuitrolle füllst du ganz einfach mit Marmelade. Erdbeer-, Himbeer- oder Aprikosenmarmelade direkt auf den noch leicht warmen Teig streichen, dann aufrollen. Kein Warten, kein Kühlen nötig.

 
 

 
 

FAQ ZUM REZEPT

Warum reißt meine Biskuitroulade beim Aufrollen?

Der häufigste Grund ist zu langes Backen – der Teig wird dadurch trocken und brüchig. Biskuit ist fertig, wenn er goldbraun ist und auf Fingerdruck leicht nachgibt. Mit der Stäbchenprobe kannst du ganz sicher gehen, ob dein Biskuit lange genug gebacken wurde. Außerdem solltest du die Roulade direkt nach dem Backen, noch warm, einrollen.

Warum fällt mein Biskuitteig zusammen?

Das Ei-Zucker-Gemisch wurde nicht lange genug aufgeschlagen, oder das Mehl wurde zu kräftig untergerührt statt untergehoben (siehe auch: So geht melieren). Die eingeschlagene Luft ist das Triebmittel des Biskuits – wird sie herausgearbeitet, wird der Teig flach und fest. Lese dir hierzu auch gerne unsere Grundlagen für Biskuitteig durch.

Welche Backtemperatur ist richtig für Biskuitroulade?

Biskuit wird relativ heiß, dafür kurz gebacken. Wir backen gerne mit Umluft, aber auch mit Ober-/Unterhitze gelingt der Boden gut. Was du dir merken kannst: Die Backtemperatur liegt bei Umluft etwa 20 °C niedriger als bei Ober-/Unterhitze.

Kann ich Biskuitroulade am Vortag backen?

Ja! Den Biskuitboden am Vortag backen, warm einrollen und im Handtuch auskühlen lassen. So eingerollt hält er sich bis zum nächsten Tag gut. Die Füllung kannst du kurz vor dem Servieren oder am Vorabend mit Kühlschrankruhe einarbeiten.

Wie lange hält sich Biskuitroulade im Kühlschrank?

Gefüllte Biskuitroulade hält sich im Kühlschrank, gut abgedeckt, 2–3 Tage. Mit Sahne oder frischen Früchten sollte sie innerhalb von 1–2 Tagen gegessen werden.

Kann ich Biskuitroulade einfrieren?

Den ungefüllten Biskuitboden, ja. Gut eingefroren hält er einige Wochen. Gefüllte Roulade mit Sahne hingegen lässt sich nicht gut einfrieren – die Sahne verliert beim Auftauen ihre Konsistenz. Varianten mit Marmelade oder Ganache funktionieren besser.

Brauche ich Backpulver im Biskuitteig?

Nein. Der klassische Biskuitteig wird allein durch das lang aufgeschlagene Ei-Zucker-Gemisch gelockert. Triebmittel sind nicht nötig.

 

Du hast Lust auf noch mehr Klassiker?

In unserem „Wir lieben Klassiker“-Magazin findest du unsere liebsten Rezepte aus Kindheitstagen – vom Bienenstich bis zur Donauwelle.

 
 
 
 

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