Aprikotieren: Was es mit der Technik auf sich hat

 
 

Aprikotieren

 
 

Wenn du „Aprikotieren“ hörst, musst du bestimmt direkt an Aprikosen denken und ja, damit hat die Technik, die in der Backstube hin und wieder Verwendung findet, auch zu tun.

Was bedeutet Aprikotieren?

Wird “aprikotiert”, bestreicht der Bäcker sein Gebäck mit heißer Aprikosenkonfitüre. Die Technik wird häufig bei Torten, Kuchen, Gebäck oder Fruchttartes angewendet.

Warum wird aprikotiert?

Gleich aus mehreren Gründen kannst du dein Gebäck aprikotieren. Die sogenannte Aprikotur…

  • … sorgt dafür, dass eine Glasur auf dem Gebäck besser haftet: So lässt sich diese anschließend glatt verstreichen und dringt nicht ins Gebäck ein. Ideal für beispielsweise eine Ganache oder wenn eine Schicht Fondant folgen soll. Auch Streuzutaten halten so besser.

  • … verleiht Glanz.

  • … schützt vor dem Austrocknen, indem es eine hauchzarte Schutzschicht bildet und Feuchtigkeit einschließt.

Wie wird aprikotiert?

  1. Die Konfitüre mit einem Pürierstab fein zerkleinern oder durch ein Sieb streichen. (Bei Konfitüre ohne Stückchen und Gelee entfällt dieser Schritt.)

  2. Je nach Dicke der Konfitüre und gewünschter Konsistenz einen kleinen Schuss Wasser, Orangen- oder Zitronensaft hinzufügen. Das macht die Aprikotur streichfähiger.

  3. Die Konfitüre unter ständigem Rühren langsam erhitzen, bis sie aufkocht und dickflüssig bis geleeartig wird.

  4. Den Kuchen oder das Gebäck mithilfe eines Backpinsels dünn mit der heißen Aprikotur bestreichen und trocknen lassen.

Selbstverständlich kannst du auch andere Marmeladen verwenden und entsprechend ans Gebäck anpassen. Denn die Konfitüre wird ein bisschen zu schmecken sein. Mögliche Alternativen sind Quittengelee, Orangenmarmelade oder Ananaskonfitüre.

Unser Tipp: Je nachdem, was du aprikotieren möchtest, benötigst du mehr oder weniger Konfitüre. Lieber etwas mehr Konfitüre vorbereiten und erwärmen als zu wenig. Falls etwas übrig bleibt, einfach wieder in ein Glas füllen und aufbrauchen.

 
 
 
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